Der E-Learning-Profi-Teflon-Effekt

10. März 2009 | By | Category: Keine Kategorie

Ich würde mich selbst als E-Learning Profi bezeichnen. Ich bin ständig in Projekten, in denen wir E-Learning in allen Variationen erstellen. Das erschreckende jedoch: von den Inhalten bleibt leider bei mir so gut wie nichts hängen! Das ist es, was ich als Teflon- oder Lotus-Effekt bezeichne. Anfangs hatte ich noch die vielleicht etwas naive Vorstellung meinen Wissenshunger wie ein Profi-Koch quasi automatisch bei der Arbeit stillen zu können. Die meisten Köche scheinen meines Wissens keinen Hunger leiden zu müssen. Ob ihnen allerdings das selbst produzierte auch am besten schmeckt sei dahingestellt.

Zurück zum Thema: Profis trennen scheinbar sehr schnell zwischen dem, was inhaltlich über ihre Schreibtische kommt und dem, was einen selbst interessiert. Ich kann kaum ein E-Learning Produkt zum Selbstlernen nutzen, ohne gleich über die Metaebene nachzudenken und mich in die Rolle der Macher zu versetzen. Spätestens dann ist es auch wieder vorbei mit dem inhaltlichen Lernen. Wenn es anderen Profis auch so geht, macht das die Sache aber nicht einfacher: es scheint zumindest schwierig, sich in einen Durchschnittslernenden reinzuversetzen – sofern es die überhaupt gibt. Oder anders ausgedrückt: insofern es irgendjemand da draußen gibt, der vernünftig mit E-Learning lernen kann. Aber das will ich hier nicht diskutieren, schliesslich bin ich Profi und will noch eine Zeit davon leben.

Philipp Starkloff (SAP AG)



2 Comments to “Der E-Learning-Profi-Teflon-Effekt”

  1. […] Philipp Starkloff (SAP AG) hat als E-Learning-Entwickler längst jede Unbefangenheit verloren, wenn es um das Thema geht (”Der E-Learning-Profi-Teflon-Effekt”). […]

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