Ist Mobile Learning der große Trend?

1. März 2012 | By jrobes | Category: 22 Ist Mobile Learning der Trend? (Mrz 2012), Einladung

An “Mobile” scheint derzeit kein Weg vorbei zu führen: Auf der LEARNTEC in Karlsruhe, die gerade zu Ende gegangen ist, war es das große Thema. Der Horizon Report 2012 führt “Mobile Apps” als kurzfristigen Trend. Und die SeLC, die Swiss eLearning Conference, stellt sich im April ganz unter das Motto “Mobile Learning”. Doch wie schaut es in der Praxis aus? Ist Mobile Learning schon in den Universitäten, Organisationen und Unternehmen angekommen? Und was darf mit Blick auf die Technologie, die Programme und Apps wirklich erwartet werden?

Wir wollen Sie mit dem 22. Blog Carnival einladen, uns Ihre Sicht auf Mobile Learning und Mobile Computing mitzuteilen und mit uns zu diskutieren. Haben Sie schon konkrete Erfahrungen mit Mobile Learning gemacht? Wie sieht es in Ihrem Umfeld oder in Ihrem Unternehmen aus? Teilen Sie die Tipps der Experten oder sind Sie eher skeptisch?

Gastgeber der 22. Ausgabe des WissensWert Blog Carnivals sind Andrea Back und Jochen Robes.



8 Comments to “Ist Mobile Learning der große Trend?”

  1. [MARKED AS SPAM BY ANTISPAM BEE]
    [...] aktuelle Blog-Carnival von Wissenswert gibt mir die Gelegenheit hier im neuen Nonliner-Blog ein paar Gedanken zum “Mobile [...]

  2. Ellen Trude sagt:

    Trend ja oder nein? Meine Überlegungen haben ich hier (http://trainingkonzepte.blogspot.de/2012/03/ist-mobile-learning-der-groe-trend.html) niedergeschrieben.

  3. Mobile Learning wird in den nächsten Jahren ein wichtiges Zugpferd für die gesamte Learning-Branche sein. Eine zentrale Motivation für die E-Learning-Produzenten wird hierbei sein, dass Nutzer den „Lern-Apps“ einen (monetären) Wert beimessen.
    Für E-Learning-Nutzer spielt sicherlich die einfache Bedienung von Lern-Apps eine Rolle. Sie lassen sich schnell herunterladen und leicht einsetzen.
    Für alle E-Learning-Akteure sind Lern-Apps ein Ansporn, sich Gedanken über die Qualität des mobilen Lerncontents zu machen – und über neue Facetten einer Didaktik für das mobile Lernen.
    Mehr dazu in einem MMB-E-Paper zu diesem Thema:
    http://www.checkpoint-elearning.de/article/10481.html

  4. Sarah Oeste sagt:

    In der unserer Lehre kommen im Zuge des Lernprojektes Mobiles Lernen ( http://www.uni-kassel.de/fb07/?id=38056 ) innerhalb und außerhalb der Lehrveranstaltung Tablet PCs zum Einsatz. Vor diesem Hintergrund haben wir in einem Vergleich Tablet PCs und Laptops als Lernwerkzeuge analysiert ( http://www.uni-kassel.de/fb7/ibwl/leimeister/pub/JML_306.pdf ):

    Moderne Tablet PCs erscheinen aufgrund kurzer Ladezeiten, hoher Benutzerfreundlichkeit und ihrer natürlichen Integration in den Vorlesungssaal als ideale Werkzeuge im Mobile Learning. Es existieren jedoch nur wenige Studien, welche die Auswirkungen des Einsatzes von Tablet PCs im Hinblick auf Zufriedenheit und Aktivierung der Lernenden direkt mit klassischen Laptops vergleichen. Um diese Forschungslücke zu schließen, wurden im Rahmen eines Pilotprojekts an der Universität Kassel unterschiedliche Mobile Learning Anwendungen innerhalb und außerhalb einer Massenvorlesung eingesetzt. Die Studierenden hatten teilweise Zugriff über Tablet PCs, teilweise über Laptops. Zum Semesterende wurden mittels einer Online Umfrage (n =128) ermittelt, wie sich die Nutzung der Lernanwendungen und die Zufriedenheit der Studierenden der beiden Vergleichsgruppen unterschieden. Dabei zeigte sich, dass die Nutzer der Tablet-PCs zufriedener mit Anwendungen zur Teilnehmeraktivierung im Vorlesungssaal waren. Bei außerhalb der Vorlesung eingesetzten Selbstlernmaterialien dagegen zeigten sich teilweise bessere Ergebnisse in der Gruppe der Laptop-Nutzer. Der praktische Beitrag dieser Arbeit liegt in der Identifikation von sinnvollen Einsatzfeldern für die jeweilige Gerätekategorie auf Basis der Ergebnisse. Er liefert zudem empirisch begründete Beschreibungsansätze der Auswirkungen unterschiedlicher Endgeräte auf die Lernerfahrung.

  5. Ali Yildirim sagt:

    Ob kurzlebiger Trend oder der Standard der Zukunft. Spannend ist das mobile Lernen auf jeden Fall. In Kombination mit dem Microlearning/-teaching halte ich persönlich M-Learning für eine starke Strategie, auf die Unternehmen in Zukunft setzen sollten.

  6. Die Welt wandelt sich immer mehr zu einer Informations- und Wissensgesellschaft, in der die technologische Entwicklung und die Nutzung von mobilen Endgeräten immer weiter voranschreiten: „People expect to be able to work, learn and study whenever and wherever they want to.” Die vielfältigen neuen Einsatz- und Nutzungsfelder entfalten einen regelrechten Sog und die derzeitige Entwicklung bei der Verbreitung und Nutzung der mobilen Endgeräte ist stark vergleichbar mit der Verbreitung des modernen „PC für Jedermann“ Ende der 90er Jahre.

    Die mobilen Endgeräte werden immer mehr zu einem ständigen Begleiter „für Jedermann“, ob im Berufsleben oder in der Freizeit und im Zusammensein mit den Freunden und der Familie. Auf diese Weise kann mittlerweile nahezu Jeder zu jederzeit und überall auf Informationen und Dienste zugreifen und mit nahezu Jedermann in einen Kontakt treten, Ideen austauschen, Eindrücke schildern und gemeinsam an Dokumenten und in Prozessen arbeiten.

    Insbesondere können auf diese Weise viele klassische Wege der Informationsbeschaffung, des Lernens, Arbeitens und der Reflektion „smart“ verkürzt, beschleunigt und unkompliziert ganz neu gestaltet und verzahnt werden. Die bewusste Vernetzung von Lernen und Arbeiten gehört hier zur ständigen Herausforderung. Prozesse werden verzahnt und verschmelzen in der Nutzung durch die Menschen.

    Zunehmend werden Learning und Working zusammengesehen. Lernen ist integraler Bestandteil in den Arbeitsprozessen, mit den neuen Möglichkeiten wie Augmented reality (AR), interaktive eBooks (Blended eBook), Mobile Endgeräte, Lern-/Support- und Work-Apps oder die moderne Kombination von Blended Learning/eBook-Konzepten können die neuen Anforderungen für die Mitarbeiter zielgerichtet ermöglicht werden. Es benötigt angepasste Blended Learning-Lernszenarien und damit die zielgerichtete Integration der neuen Möglichkeiten der Verteilung, der Inhaltsaufbereitung und der Interaktionsmöglichkeiten der neuen Endgeräte.

  7. [...] Wie immer möchten wir uns gerne mit allen am Thema Interessierten austauschen. Etwas Hintergrundlektüre haben wir hier verlinkt, aber die Liste darf gerne wachsen. Ansonsten sind Erfahrungen, Einschätzungen, Anmerkungen, auch kritische, auf den üblichen Wegen bis zum 31. März 2012 herzlich willkommen. Andrea Back und Jochen Robes, Wissenswert Blog Carnival, Nr. 22, 1. März 2012 [...]

  8. Luka Peters sagt:

    Ist Mobile Learning der große Trend? Mit der Frage habe ich erstmal ein Problem:
    Der Begriff “Trend” vermittelt für mich eigentlich eher Kurzlebigkeit (s. dazu auch mein Blog http://bit.ly/wXIJCn). Tatsächlich denke ich aber, das Mobiles Lernen keineswegs kurzlebig ist, kein “Trend”, sondern vielmehr ein wesentlicher Modus zukünftigen Lernens. Eine nicht unbedingt repräsentative, aber doch in den Ergebnissen interessante Umfrage an der Uni Osnabrück zeigt, dass viele Studierende (hier 46%) mobile Lernangebote nutzen würden, wenn sie denn da wären (s. http://scr.bi/rzmZJ0). In der Karlsruher Studie zur Mediennutzung Studierender (s.http://bit.ly/zEliDa) ist zu erkennen, das über 47% der Befragten ein internetfähiges mobiles Endgerät haben. Ich bind davon überzeugt, dass diese Zahl weiter steigen wird, und damit fällt dann auch die Forderung nach mehr nutzbaren Lerninhalten zusammen.

    Eine andere Frage ist allerdings, wie dieser Content aussieht und über welche Kanäle er distributiert wird. In der schon genannten Studie aus Karlsruhe sieht man auf S. 67 eine beeindruckende Grafik zur Akzeptanz verschiedener netzbasierter Dienste. Ich sehe in diesem Diagramm allerdings auch Widersprüche: Während “Lehrveranstaltungsbegleitendes Online-Material” einen sehr hohen Akzeptanzwert erhalten hat, bilden die “Virtuellen Lehrveranstaltungen” das Schlußlicht. Sind die virtuellen Lehrveranstaltungen zu sperrig? Die Voraussetzungen für erfolgreiche netzbasierte Lernangebote sehen anders aus, als für lokal durchgeführte. “Mobil” ist nur möglich mit Inhalten, die den Umständen des Unterwegsseins entsprechen. Ich denke da an Dauer und Prägnanz, aber bestimmt gibt es noch andere Aspekte.

    Sicher ist aber meiner Meinung nach, dass das generelle Interesse seitens Lernender an mobil erreichbaren Angeboten steigen wird – und hier meine ich auch die Menschen, die sich beruflich weiterbilden oder die einfach informell zu für sie interessanten Themen lernen wollen.
    Bildungsanbieter können also nicht an diesem “Trend” vorbeischauen, denn er ist mehr als das: Lernen “on the go” wird ein selbstverständlicher Bestandteil unserer Bildungsaktivitäten sein.

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